ÜBER DIE KÜNSTLERIN TAMARA E.TEICH

Für die Malerin Tamara E. Teich muss man Schönheit nicht erfinden. Für sie ist die Natur so erfüllt davon, dass ein ganzes Malerleben nicht ausreicht, sie auszuschöpfen.
Tamara E. Teich hat sich die altmeisterliche Maltechnik akribisch erarbeitet, weil es nur mit ihr gelingt, die präzisen Formen und Strukturen von Blüten und Landschaften, aber auch Tier- und Menschenporträts zu erfassen.

Ihre sensibel gemalten Lasuren, Farbhöhungen und -schattierungen, die klaren Konturierungen geben die seidige Zartheit von Blüten, die samtige Oberfläche der Früchte und die spiegelnde Glätte von Wasser, dicht und nachempfindbar wieder. Genauso kompromisslos erarbeitet sie sich die Porträts von Menschen und Tieren, deren persönlichen Ausdruck, ihrer Mimik, der Blicke, aber auch das Haltungsmuster der ganzen Gestalt.

Tamara E. Teich hat als Malerin eine starke Begabung zur Empathie, zur Einfühlung in die der Wahrnehmung zugänglichen Erscheinungsformen ihrer Umwelt. Ihre Arbeiten sind eine ästhetische Bestandsaufnahme der Dinge, die sie auswählt. Sie malt den Traum der Makellosigkeit - es gibt keine Verletzungen, kein Verwelken, keinen Tod.
Die Bilder der Tamara Teich sind Ikonen der überdauernden Vollkommenheit.

Die Höhepunkte in ihrem Werk sind die übergroßen, schwerelosen Blütenbilder. Hier spürt man die intensivste Hingabe der Malerin an ihre zarte Schönheit. Entgegen allen Modernismen der Zeit fesseln ihre Bilder in ihrer Gegenwärtigkeit als eine Verbeugung vor der Schöpferkraft der Natur.
                       PROF. R. KESSELHEIM